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03.06.2010

Kreiswettstreit: Drei Dörfer teilen sich den Sieg
 

Brakel (WB). Sehr nah beieinander haben nach Worten von Heinrich Kemper, Vorsitzender der Kreisbewertungskommission »Unser Dorf hat Zukunft«, die bestplatzierten Orte gelegen. Den ersten Platz belegen Entrup, Bökendorf und Dringenberg.
Gestern hat Kemper die Ergebnisse in Brakel bekannt gegeben. »Verlierer kann es bei diesem Wettbewerb nicht geben, denn in allen Orten haben sich Menschen für ihre Dörfer eingesetzt«, sagte Landwirtschaftskammer-Geschäftsführer Dr. Josef Lammers.
Fast drei Wochen lang war die Kommission vom 48-Seelen-Ort Hampenhausen bis zur 1548-Einwohner-Gemeinde Dringenberg unterwegs und hat so insgesamt 29 Dörfer sowie das zu Pömbsen zählende Bad Hermannsborn bewertet.

In Bökendorf hat die Kommission beeindruckt, wie intensiv die Dorfgemeinschaft dabei sei, am Image des Ortes zu arbeiten. Hinzu kämen so kontinuierliche Aktivposten wie das rege Vereinsleben und nicht zuletzt die Freilichtbühne und der Bökerhof. In Dringenberg binde das Rathaus viele Aktivitäten. Auch das Engagement für die Stadtmauer habe der Kommission gefallen. »Jetzt fehlen nur noch geeignete Straßenbaumaßnahmen. Wie positiv sich so etwas auf das Ortsbild auswirken kann, zeigt das Beispiel Bökendorf«, sagte Heinrich Kemper. So sei es gut, dass diese Maßnahmen in dem Burgdorf im kommenden Jahr geplant seien.
Entrup sei schon 2001 Kreissieger gewesen und habe sich weiter positiv entwickelt. 20 Selbstständige böten in dem Ort mehr als 50 Arbeitsplätze. Viele Vereinsaktivitäten rundeten das Bild des Ortes ab. Die Siegerorte werden mit jeweils 900 Euro Preisgeld belohnt.
600 Euro bekommen die drei Zweitplatzierten: Rheder, Holzhausen und Riesel sind Vize-Sieger des Wettstreites. »Wir haben viel diskutieren müssen, weil die Entscheidungen wirklich denkbar knapp waren. Auch die zweiten Sieger haben mit nur wenigen Maßnahmen das Zeug zum Golddorf«, ermunterte Heinrich Kemper dazu, im Einsatz für den eigenen Ort nicht nachzulassen.
Ein dritter Platz und damit jeweils 300 Euro Preisgeld geht an die Orte Merlsheim, Grevenhagen und Frohnhausen.

Nicht am regulären Wettstreit teilnehmen durften die Sieger aus den Jahren 2004 und 2007 Bellersen, Neuenheerse, Gehrden und Sommersell. Bellersen belegte in der für diese Orte eingerichteten Sonderbewertung den ersten Platz, Neuenheerse den zweiten.
Weiterhin hat die Kommission Sonderpreise vergeben für besonders gelungene Einzelmaßnahmen. Mit Preisen in Höhe von jeweils 200 Euro wurden Bellersen, Eversen, Herste, Istrup, Neuenheerse und Pömbsen bedacht. Auenhausen und Schmechten haben einen jeweils mit 100 Euro dotierten Sonderpreis erhalten.

»Die Menschen in den Dörfern merken, dass sie sich einbringen müssen und auf sich gestellt sind in ihrer Entwicklung«, hat Heinrich Kemper eine positive Veränderung festgestellt. Die Aktivitäten und das Eigenleben in den Orten nehme immer mehr zu. Die Preisverleihung mit der Übergabe der Urkunden erfolgt am Montag, 28. Juni, um 17 Uhr in Entrup. Dann erhalten die Ortsvertreter auch Mappen mit den detaillierten Begründungen für ihr Abschneiden. Heinrich Kemper war das letzte Mal als Bewertungskommissions-Vorsitzender dabei. Ihm dankte Dr. Josef Lammers für seinen Einsatz in den vergangenen Jahren als Chef der Kommission.

Westfalen Blatt vom 01.06.2010